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Die Erziehung des Rottweilers


Als Halters eines Rottweilers sollte Ihnen bewusst sein, dass die Erziehung Ihres Hundes einen wichtigen Grundpfeiler für sein Leben darstellt.

Nur wenn Hund und Hundehalter eine vertrauensvolle Beziehung miteinander haben funktioniert die Beziehung zwischen Rottweiler und Mensch.

Aufgrund seines muskulösen Körpers, aber auch seiner Instinkte, die er nicht ablegen kann, ist es wichtig, dass er auf das Wort seines Besitzers hört und dementsprechend reagiert.

Es liegt in der Hand des Menschen, die positiven Eigenschaften des Rottweilers  durch eine gute Erziehung zu fördern.

Nach dem Kauf des Welpen

Rottweiler Erziehung Welpen
Sie können mit der Erziehung des Welpen schon beim Rottweiler Züchter beginnen.

Bevor Sie Ihren Welpen beim Züchter abholen, werden Sie ihn sicher im Vorfeld einige Male besucht haben, um sich gegenseitig kennenzulernen. In dieser Phase ist es günstig, einen passenden Namen für den kleinen Racker zu finden. So kann er bereits vom Züchter aber auch von Ihnen direkt angesprochen werden. Das erste Kennenlernen beginnt: Ihr Hund lernt Ihre Stimme von anderen zu unterscheiden und gewöhnt sich langsam an seinen Namen.

Wenn Sie ihn dann mit nach Hause nehmen, ist es für den kleinen Hund angenehm, eine bereits vertraute Stimme und seinen Namen zu hören. Hier beginnt schon die erste Phase der Erziehung: Ihr Rottweiler hört auf seinen Namen und Ihre Stimme.

 

Wer bin ich? – Der Rottweiler lernt seinen Namen

Doch natürlich können Sie dem Rotti auch nach dem Einzug noch problemlos seinen neuen Rufnamen beibringen.

Was erwarten Sie dabei vom Hund?

Die meisten Halter nutzen den Namen Ihres Hundes als Aufmerksamkeitssignal. Der Vierbeiner soll sich also seinem Besitzer zuwenden und auf weitere Kommandos warten. Einige möchten hingegen, dass der Rufname dafür sorgt, dass der Rottweiler angelaufen kommt. Für Letzteres gibt es aber eigentlich das Kommando „Hier“ oder „Komm“.

Bei der nachfolgenden Trainingsmethode geht es demnach mehr darum, die Aufmerksamkeit zu erlangen.

Folgende Situationen können Sie dafür nutzen:

Trainieren Sie zunächst in einer Umgebung mit wenig Ablenkung. Ihr Rotti sollte nicht schlafen oder gerade mit etwas anderem intensiv beschäftigt sein.

  • Besonders aufmerksam ist er vermutlich morgens, wenn es Futter gibt. Doch ehe Sie den vollen Napf vor ihm abstellen, sprechen Sie den Welpen mit Namen an. Zum Beispiel „Rex, jetzt gibts Fresschen!“. Dann darf er den Futternapf leeren.
  • Möchten Sie Spazierengehen, nehmen Sie die Leine und rufen Sie „Rex, Gassizeit!“ oder Ähnliches.
  • Ist es Zeit fürs Training oder eine Spieleinheit, gehen Sie ebenso vor.
  • Liebt Ihr Rotti die wohltuende Fellpflege, sprechen Sie ihn auch vor und während der Beautyroutine mit Namen an.
  • Freut sich Ihr Welpe auf Besucher oder spielt gern mit anderen Hunden, gilt selbiges.

Schon bald wird die Verknüpfung entstehen, dass es lohnenswert ist, sich Herrchen oder Frauchen zuzuwenden, wenn der eigene Name ertönt. Schließlich passiert anschließend immer etwas Spannendes oder Erfreuliches.

Natürlich können Sie Ihren Welpen auch einfach mal so rufen, ohne dass etwas Besonderes ansteht. Sieht er zu Ihnen, bekommt er eine kleine Belohnung. Leckerlis können in solchen Situationen gut als positiver Verstärker eingesetzt werden. Aber auch Streicheleinheiten oder ein kleines Spiel funktionieren.

Schwierigkeitsgrad steigern

Es ist leicht, die Aufmerksamkeit des Hundes in reizarmer Umgebung zu erlangen. Doch wie sieht es im Garten aus, beim Gassigehen, in einer belebten Gegend oder in einer Menschenmenge? Hier sollte langsam der Schwierigkeitsgrad gesteigert werden.

Wichtig wäre auch, den Rottweiler immer wieder zu belohnen und das Leckerli nur sehr langsam auszuschleichen. Auch später sollte der Hund immer mal wieder einen Happen bekommen, wenn er brav auf seinen Namen gehört hat.

 

Die ersten Wochen und Monate

Als kleiner Welpe ist der Rottweiler in den ersten Lebensmonaten noch sehr verspielt. Daher sollte ihm das passende Spielzeug zur Verfügung gestellt werden. Seile mit Knoten oder weiche Bälle eignen sich hier wunderbar. Überlassen Sie ihn nicht allein mit seinen Spielzeugen.

Verbringen Sie viel Zeit mit ihrem Rottweiler. Es gibt genügend Spiele, die Sie im Haus aber auch während des Auslaufes zusammenspielen können. Hier geben Sie Ihrem Hund bereits die ersten Kommandos, wie: „Sitz!“ oder „­Platz!“. Reagiert er richtig, bekommt er als Belohnung zum Beispiel ein Leckerli oder darf an seinem Seil ziehen. Wichtig sind in den ersten Wochen zwei Punkte:

  • Schimpfen Sie nicht mit dem Hund / auch keine Schläge!
  • Geben Sie ihm eine kleine Belohnung, nachdem er richtig reagiert hat

Von klein auf an lernen

Rottweiler Erziehung
Das erste Jahr ist für die Rottweiler Erziehung entscheidend! Geduld, Ausdauer und Konsequenz sind dabei wichtige Helfer!

Soll der Hund zum Beispiel nicht das Sofa zu seinem Schlafplatz auswählen, ist es wichtig, dass Sie ihm dies von Anfang an klarmachen. Ein kurzes „Nein!“ oder „Runter!“ hilft dem Hund, zu verstehen, dass dies nicht sein Platz ist.

Sie müssen ihm jetzt natürlich verständlich machen, dass er in seinem eigenen Hundekorb Platz nehmen soll. So zeigen Sie dem jungen Rottweiler seinen Platz und führen ihn dorthin.

Auf keinen Fall sollten Sie ihn mit einem Leckerli locken! Die Belohnung gibt es erst, NACHDEM der Hund richtig reagiert hat. Andernfalls könnte es passieren, dass Ihr Hund im späteren Alter nur dann reagiert, wenn er seine Belohnung schon vorher bekommt. Sie sind der Hundehalter und ihr Hund muss zu jedem Zeitpunkt auf Sie hören und nicht etwa umgekehrt.

Klare Linien im Zusammenleben mit dem Rottweiler

Auch wenn der Hund in den ersten Wochen und Monaten so niedlich ist – der Rottweiler wächst zu einem stattlichen Hund heran.

Darf er als kleiner Welpe mit in das Bett, wird er sich dieses Recht auch als ausgewachsener Hund holen. Als Hundehalter muss Ihnen zu jedem Zeitpunkt klar sein, dass ein Hund nicht denkt wie ein Mensch.

Er folgt seinen Instinkten und reagiert entsprechend seinem Charakter. Es ist also wichtig, ihm bereits als Welpen Grenzen aufzuzeigen. Dabei ist das wichtigste die Konsequenz ihres Handelns!

Die richtige Tierliebe besteht darin, sich viel Zeit bei Auslauf und Spiel für ihn zu nehmen. Nachdem er sich im Freien austoben durfte, fühlt sich der Rottweiler innerlich ausgeglichen und wird bereitwillig auf seinen Platz gehen. Es geht also vor allem auch darum, die Bedürfnisse nach Aufmerksamkeit und dem Bewegungsdrang nachzukommen.

Wie wird mein Rottweiler stubenrein?

Rottweiler Welpen stubenrein bekommen
Damit der Rottweiler Welpe stubenrein wird müssen sie ihm genügend Gelegenheit bieten seine Notdurft draußen zu entrichten.

Diese Frage lässt sich einfach beantworten: Geben Sie ihrem kleinen Welpen mehrmals täglich die Möglichkeit, seine Blase zu entleeren.

Gleichzeitig müssen Sie wissen, dass der kleine Hund vor 10 Wochen seinen Darm noch nicht kontrollieren kann. Sollte er also eine Ecke für sein Bedürfnis ausgewählt haben, zeigen Sie unmissverständlich mit einem „Pfui!“ im scharfen Ton, dass dies nicht erwünscht ist.

Auch hier gilt: Keine Schläge für den Hund! Er wird daraus nichts lernen, im Gegenteil. Er bekommt Angst und kann später eventuell aggressiv reagieren – nur um sich vor dem Schlag zu schützen!

Das ihr Hund seine Notdurft verrichten möchte, erkennen Sie sehr leicht daran, dass er nervös wird und sich schnüffelnd solange durch den Raum schiebt, bis er einen geeigneten Platz gefunden hat. Wenn Sie diese Reaktion beobachten, sollten Sie zügig mit ihm hinausgehen, wo er sich entleeren kann. Auf diese Art wird er Ihnen auch in Zukunft zeigen, dass er sein Geschäft machen möchte.


Welpen Erziehung: Der 8-Wochen-Trainingsplan für Welpen. Plus Junghund-Training vom 5. bis 12. Monat

Buch Welpen Erziehung
Kaufempfehlung für neue Welpenbesitzer.

Ein Muss für jeden neuen Welpen Besitzer:
8 Wochen Trainingsplan für die ersten Wochen. Danach gibt es Junghund Aufgaben für die Monate 5-12

Ein tolles Buch für das erste Jahr zusammen. In dem Buch findet man wirklich viele hilfreiche und nahezu in jeder Lage anwendbare Tipps und Tricks. Gerade für Hundeanfänger ist dieses Buch zu empfehlen.

Das Buch gliedert sich in Allgemeine Tipps, einen 8-Wochen-Trainingsplan für Welpen und Trainingseinheiten für Junghunde.

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Welpensprache verstehen lernen.
Welpensprache verstehen lernen.

Für jede Woche gibt es ca. 8 Aufgaben, wobei es sich um neue Aufgaben (z.B. Übung „Platz“ lernen) oder aber Vertiefungsaufgaben (z.B. Übung „Sitz“ vertiefen) handelt.

Natürlich schafft man nicht immer alle Aufgaben innerhalb einer Woche zu lernen, dann kann man ja einfach so lange in dieser Woche verweilen, bis man „fertig“ ist.

Themen:

  • Allgemeine Tipps
  • Training für die ersten acht Wochen
  • Körpersprache der Welpen
  • Junghund Training ab 5 Monaten
  • Welche Probleme können auftreten + Tipps
  • Notizbuchmöglichkeit zur Lernkontrolle + Dokumentation der Fortschritte

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Alle wichtigen Kommandos und gewünschte Verhaltensweisen werden erklärt, trainiert und dokumentiert.

Jede Übung wird Schritt für Schritt erklärt.
Jede Übung wird Schritt für Schritt erklärt.

Unter anderem: Stubenreinheit, Kommen auf Ruf und Pfiff, Sitz, Schau, An- und Ableinen, Platz, Verhalten im Café, Anspringen vermeiden, Bei Fuß, Bleib, Zerren an der Leine abstellen, Warten beim Aussteigen aus dem Auto, usw.

Ganz hinten im Buch ist auch ein Plan welcher als Vorlage für seine eigenen Notizen dienen kann.

Kurz gefasst im Buch steht alles drin was man im ersten Jahr für die Erziehung des Welpen wissen muss.

Absolute Kauf-Empfehlung für neue Hundebesitzer!

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Den Hund allein zu Haus lassen

Rottweiler Erziehung macht Spaß
Die Rottweiler Erziehung macht nicht nur dem Hund Spaß.

Nicht nur der Rottweiler, auch jeder Hund einer anderen Rasse wird sich als junges Tier furchtbar einsam fühlen, wenn er für mehrere Stunden allein gelassen wird.

Er hat sich gerade von der Mutter und den Geschwistern getrennt. Viele neue Eindrücke prallen auf ihn ein. Wie jedes Tier sehnt er sich nach Geborgenheit, die jetzt vom neuen Besitzer kommen sollte.

Daher sollte der Termin für einen Welpenkauf gut überlegt sein. Wenn Sie beruflich im Stress oder viel unterwegs sind, ist es besser, einen anderen Zeitpunkt zu wählen.

Im Grunde ist es ideal, wenn der junge Rottweiler in den ersten Wochen und Monaten gar nicht allein gelassen wird. Über mehrere Stunden kann es passieren, dass er sich allein eine Beschäftigung sucht und Schuhe anknabbert, das Sofa ruiniert und seine Notdurft verrichtet.

Dies wird ein weiteres Mal vor Freude! Geschehen, sobald Sie zur Tür herein kommen. Es liegt in Ihrer Hand, dem Hund gerade in den ersten Wochen Geborgenheit und Liebe zu geben anstatt mit Abwesenheit zu glänzen.

Hilfe bei der Erziehung des Rottweilers holen – die Hundeschule

Rottweiler in der Hundeschule
Gerade wegen der Größe des Hundes ist der Besuch einer Hundeschule für den Rottweiler SEHR zu empfehlen!

Wenn Sie noch nicht viele oder gar keine Erfahrungen bei der Erziehung eines Hundes gemacht haben, lohnt es sich in jedem Falle, eine Hundeschule zu besuchen. Hier lernt nicht nur der Hund das richtige Verhalten – hier wird vor allem darauf geachtet, dass Sie als Hundebesitzer das „Rudel“ (aus der Sicht des Hundes) anführen und er sich innerhalb dessen unterordnen muss.

Dies wird er auch bereitwillig tun, solange ihm die entsprechenden Signale dafür gegeben werden. Der Besuch einer Hundeschule dauert nur solange, bis Sie und Ihr Rottweiler zu einer funktionierenden Einheit verschmolzen sind.

Und da der junge Hund, beginnend im Alter von 8 Wochen am besten zu sozialisieren ist, ist dieser frühe Zeitpunkt gut gewählt. Ein weiterer Vorteil einer Hundeschule ist das große Areal, das sie bietet. Hier können die Hunde rennen, laufen und sich auch Herausforderungen stellen.

Hundeschule für Rottweiler
Die Hundeschule ist für Rottweiler absolute Pflicht!

Sie können also einen Besuch auch zu späteren Zeitpunkten einplanen. Die spielerische Art entspricht dem Jagdverhalten des Hundes und fördert sein inneres Gleichgewicht.

Tipp: Hunde Clicker-Box

Hunde Clicker BoxDie Rottweiler-Erziehung wird mit einem Klicker wesentlich einfacher. Mit dieser Art Knackfrosch sind Sie blitzschnell in der Lage Ihrem Rottweiler ein Feedback zu geben.

Dank der 36 in sich geschlossenen Übungseinheiten auf Trainingskarten können Sie immer und überall mit Ihrem Rottweiler clickern. Das macht nicht nur Spaß, sondern fordert gleichzeitig Körper und Geist des Hundes.

Mehr Infos zur Clicker-Box auf Amazon.de

Was ist in der Box?

Clicker: Dank dem beigelegten extra leicht zu bedienenden Clicker, steht dem sofortigen Training nichts im Weg.

Begleitbuch: Hier werden die wichtigsten Grundlagen erklärt und die häufigsten Fragen zum Clickertraining erklärt.

36 Trainingskarten: Ob Clicker-Basics (5 grüne Karten), Grunderziehung (14 gelbe Karten) oder Tricks (17 blaue Karten): auf jeder Karte eine neue Übung – Schritt für Schritt erklärt.

clicker-box
Clicker Box mit Handbuch, Trainingskarten, Clicker und praktischer Box. Mehr Infos dazu auf Amazon

Die Hunde-Clickerbox ist für Einsteiger ein tolles Gesamtpaket, mit dem man den leichten Einstieg ins Clickern findet.

Clickern ist durchaus auch für ältere Hunde geeignet und macht Tier und Halter Spaß, wenn man die Fortschritte so gut beobachten kann. Die Konditionierung auf den Clicker geht relativ schnell und darauf kann gut aufgebaut werden.

Die enthaltenen Karten sind robust und in einem handlichen Format. Der mitgelieferte Clicker ist für den Anfang in Ordnung – später empfehle ich den mitgelieferten Klicker durch einen Klicker mit Armband zu ersetzen.

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Welche Kommandos sollte mein Rottweiler können?

Die Basiskommandos sollte jeder Rottweiler beherrschen. Sie sorgen für mehr Sicherheit und eine gute und verständliche Kommunikation zwischen Hund und Halter. Rottis, welche die Befehle ihrer Besitzer zuverlässig ausführen, dürfen zudem mehr Freiheiten genießen. Zum Beispiel kann ein Hund, der nicht abrufbar ist, keinen Freilauf genießen.

Zu den wichtigsten Kommandos gehören:

  • Sitz
  • Platz
  • Bleib
  • Aus
  • Nein
  • Komm / Hier

Für das Training der Basics eignen sich besonders leckere Belohnungshappen, die es sonst vielleicht nicht gibt. Mini Käsewürfel beispielsweise oder etwas Leberwurst. So haben Sie die Aufmerksamkeit Ihres Rottis sicher und die Übungen gehen leicht von der Hand. Sie können natürlich auch ein tolles Spielzeug verwenden oder etwas anderes, dass Ihren Hund motiviert.

Sitz

Die meisten Hundebesitzer starten mit dem Kommando „Sitz“. Es ist denkbar einfach zu vermitteln und führt schnell zu Erfolgserlebnissen.

Zeigen Sie Ihrem Vierbeiner eine Leckerei oder ein Spielzeug, indem Sie sich genau vor ihn stellen. Gehen Sie nun näher an ihn heran und führen Sie die Hand mit dem interessanten Gegenstand auf seinen Kopf zu und darüber hinweg.

In den meisten Fällen wird der Hund versuchen, das Leckerli nicht aus den Augen zu lassen. Entweder legt der Vierbeiner nun den Rückwärtsgang ein (In diesem Fall gilt: Alles auf Anfang) oder er setzt sich hin.

Genau in dem Moment, wo sein Hinterteil den Boden berührt, geben Sie das Kommando „Sitz“. Es wird gelobt und Sie überreichen das Leckerli oder Spielzeug.

Platz

Dieses Kommando kann oft gut vermittelt werden, wenn „Sitz“ bereits tadellos klappt. Bringen Sie den Rottweiler also zunächst in eine sitzende Position. Anschließend halten Sie ihm eine herrlich riechende Leckerei direkt vor die Nase. Haben Sie seine volle Aufmerksamkeit, senken Sie die Hand zu Boden. Im Idealfall wird die Nase des Rottis weiterhin an Ihrer Hand kleben. Unten angekommen, ziehen Sie die hohle Hand mit dem Leckerbissen sofort vom Hund weg. Geht alles gut, macht sich Ihr Rottweiler nun lang und legt sich hin. Tadaaa! Sie geben das Kommando „Platz“, wenn er richtig auf dem Boden aufliegt und öffnen die Hand, damit Ihr Vierbeiner an die ersehnte Belohnung kommt.
Einige Hunde legen sich allerdings nicht hin, sondern stehen auf und gehen der Hand nach. Ist dies der Fall, probieren Sie es erneut und bringen Ihren Rotti wieder in die Ausgangsposition.

Bleib

Ein überaus wichtiges Kommando. Ihr Hund soll lernen zu warten. Egal, ob Sie gerade einfach nur neben ihm stehen oder außer Sichtweite sind. Er muss so lange ausharren, bis Sie einen Auflösebefehl geben.

Um dies zu üben, ist es im Endeffekt nicht wichtig, ob Ihr Rottweiler steht, sitzt oder im Platz liegt. Viele bevorzugen jedoch letztere Position. Bauen Sie also auf das zuvor erlernte Kommando auf und bringen Sie den Hund in eine liegende Position. Sagen Sie nun laut „Bleib“, warten Sie einen kurzen Augenblick und belohnen Sie den Hund, wenn er sich nicht vom Fleck gerührt hat. Dies wird mehrfach wiederholt und die Zeitspanne bis zur Belohnung langsam ausgedehnt.

Nun soll der Hund lernen, dass dieses Kommando ebenfalls auf Distanz gilt. Dies muss schrittweise aufgebaut werden. Nach dem Befehl „Bleib“ gehen Sie also ein paar Schritte weg, warten und belohnen natürlich, wenn Ihr Rotti stillgehalten hat. Entfernen Sie sich dabei immer weiter und in unterschiedliche Richtungen. Am Ende sollte der Rottweiler auch dann noch warten, wenn Sie nicht mehr in seinem Sichtfeld sind.

Lösen Sie das Kommando auf, indem Sie beispielsweise „Hier“ oder „Komm“ rufen.

Aus

Ein mitunter lebensrettendes Kommando. Der Rottweiler soll beim „Aus“ von etwas ablassen, dass er gerade in der Schnauze hat. Dies kann eine Zeitung oder ein Sofakissen sein, etwas, das Ihr Hund auf einem Spaziergang aufgelesen hat (Giftköder!) oder das Bein des Postboten. Wie aber bringen Sie ihm bei, freiwillig etwas herauszurücken? Indem Sie ihn überzeugen, dass es sich lohnt!

Spielen Sie mit Ihrem Rottweiler ein Zerrspiel. Beispielsweise mit einem Baumwolltau. Beanspruchen Sie das Spielzeug für sich und sagen Sie laut „Aus“. Die ersten Male wird Ihr Hund vermutlich nicht einfach so sein Maul öffnen. Darum sollten Sie es ihm vorsichtig öffnen und den Gegenstand aus dem Maul holen. Ist das Seil befreit, loben Sie ausgiebig und reichen Sie sofort eine schmackhafte Belohnung. Anschließend wird sofort weitergerangelt. Ihr Rotti wird lernen, dass es für ihn keinen Nachteil bringt, wenn er Ihnen etwas überlässt. Immerhin bekommt er dafür einen Happen und Sie spielen mit ihm weiter. Dies stärkt das Vertrauen in Sie und der Rottweiler wird bereit sein, von Dingen abzulassen, wenn ein lautes „Aus“ ertönt.

Nein

Bei diesem Befehl soll Ihr Hund lernen, dass er gerade etwas Unerwünschtes macht. Dies kann ein Bächlein im Haus sein, das Umgraben des Blumenbeetes oder das Nickerchen in Ihrem Bett. Allerdings ist dieses Kommando ein wenig schwierig zu vermitteln, weil ein Fehlverhalten erst gezeigt werden muss, auf welches Sie dann reagieren können.

Erwischen Sie den Rottweiler also bei einer Missetat, sagen Sie in scharfem Ton „Nein“ und unterstreichen Sie Ihren Unmut durch eine entsprechende Körperhaltung. Sie können den Vierbeiner anschließend auf seinen Platz schicken. Schnell wird der Hund merken, dass sein Verhalten gerade nicht von Ihnen erwünscht ist und auch nicht geduldet wird. Sehr wichtig ist dabei natürlich Konsequenz. Unerwünschte Verhaltensweisen müssen immer und überall getadelt werden. Reagieren Sie mal auf das Buddeln im Blumenbeet und das andere Mal nicht, wird Ihr Rottweiler dies schnell durchschauen und einfach machen, was er möchte.

Komm / Hier

Ein denkbar einfaches Kommando, zumindest, wenn es gerade keine interessante Ablenkung gibt. Hier geht es darum, beim Hund zu verinnerlichen, dass „Komm“ immer mit etwas Positivem verbunden ist.

Sie füllen morgens seinen Napf? „Komm!“
Sie nehmen die Leine für einen Spaziergang? „Komm!“
Sie möchten Spielen? „Komm!“
Es geht in den Garten? „Komm!“

Schwieriger wird es natürlich draußen, wo es viel Interessantes zu sehen und entdecken gilt. Am besten also, Sie üben zunächst auf einem umzäunten Grundstück oder nehmen die Rotti an eine Schleppleine. Warten Sie, bis er sich ein wenig von Ihnen entfernt hat und rufen Sie in anschließend beim Namen (Aufmerksamkeit erlangen). Schaut er zu Ihnen, geben Sie das Kommando „Komm!“. Dabei können Sie sich auch umdrehen und in eine andere Richtung weggehen. So weiß Ihr Hund, dass es Zeit ist, Ihnen zu folgen. Kommt er angelaufen, sofort belohnen, spielen oder was Ihrem Vierbeiner sonst so Freude macht. Ziel der Übung ist natürlich, dass Ihr Rottweiler später zu jeder Zeit, bei jedweder Ablenkung und auch während seines Freilaufs immer abrufbar ist.

Übrigens: Sollte Ihr abgeleinter Rotti einmal nicht auf Zuruf angelaufen kommen, machen Sie nicht den Fehler und schimpfen Sie mit ihm, wenn er es schließlich doch macht. Er wird denken „Herrchen/Frauchen ist böse, weil ich wieder da bin“. Beim nächsten Mal überlegt er dann vielleicht zweimal, ob er wirklich kommen soll. Besser wäre, ihn am Ende doch noch sanft zu loben, wenn er wieder an Ihrer Seite ist.

 

Welche Erziehungstipps für den Rottweiler haben Sie? Welche Probleme haben Sie bei der Hundeerziehung? Bitte hinterlassen Sie einen Kommentar!

Dieser Beitrag hat 6 Kommentare

  1. Guten Tag
    Mein Rottweilerrüde ist ca. 2,5 Jahre alt und war von anfang an überdreht wenn wir Besuch bekommen haben, als er jünger war hat er sozusagen nur „genervt“ und wollte immer an den Menschen hochspringen, aber seit er ausgewachsen ist freut er sich zwar immer noch aber wenn die Besucher (Fremde) ihn dann anfassen wird er ganz ruhig, Ohren gehn zurück, Rute nach unten!
    Das gipfelte heute damit dass er einen Vertreter der einmal im Jahr bei uns ist in die Hand gezickt hat!
    Wie soll ich damit umgehn, er war schon immer etwas misstrauischer von seinem Wesen auch wenn er sich freut wenn jemand kommt!
    Mgf Chris

    1. Hallo Chris!

      Ein Hundetrainer, der auf die individuellen Erziehungsbedürfnisse Ihres Hundes eingeht, wäre hier sicherlich die beste Option. Es klingt ein bisschen so, als wurde das Verhalten des Hundes Fremden gegenüber zu lange toleriert. Ein Trainer kann sich die Probleme direkt vor Ort ansehen, und Ihnen helfen, das in den Griff zu bekommen. Sonst bleibt es womöglich nicht beim Zwicken oder Sie können in Zukunft keinen Besuch mehr empfangen, ohne den Hund hinauszuschicken.

      Viel Erfolg und liebe Grüße,
      Vanessa

  2. hallo,
    unsere 14 wochen altes rotti mädchen macht uns probleme.
    eigentlich alles schon toll soweit.
    nu kommt es vor, daß sie was im maul hat. heute hing ihr was fest und meine freundin wollte ihr helfen und es aus dem maul nehmen. da wurde die kleine richtig aggressiv und hat geschnappt bis meine freundin blutete.
    tips der hundeschule wo wir seit der 8. woche hingehen, bringen gar nichts. weder ein scharfes ,,aus“ noch mit etwas leckerem zum tausch läßt sie davon ab.
    das ungute Gefühl wenn sie so auch im ausgewachsenen zustand reagiert ist groß.
    wie soll man darauf reagieren ?

    1. Hallo Leon!

      Ihre Sorge kann ich verstehen. Nicht schön, wenn die Kleine jetzt schon mit 14 Wochen so doll zubeißt, dass es blutet. Hatte die Hündin vielleicht Schmerzen oder Panik, weil dieser Gegenstand feststeckte? Womöglich hat sie darum geschnappt?

      Es hört sich an, als muss dringend an der Beißhemmung gearbeitet werden. Aber Sie schreiben selbst, dass die Tipps der Hundeschule nichts gebracht haben bisher. Vielleicht eine Zweitmeinung einholen oder mit einem Trainer zusammenarbeiten, der zu Ihnen nach Hause kommt?

      Auf jeden Fall sollte solch ein Verhalten schnellstmöglich unter Kontrolle gebracht werden. Ihr Rott-Mädchen bleibt ja nicht immer so klein und wird größer und viel stärker.

      Ich hoffe, Sie finden eine Lösung oder besser noch einen Trainer, der Sie richtig anleiten kann.

      Viel Erfolg,
      Vanessa

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